Biogasanlage

In einer Biogasanlage mit 2,4 MW(el) Nennleistung in Nordrhein-Westfalen beginnt im Mai ein umfassender Praxistest zum Einsatz von Pflanzenkohle bei der Vergärung von Maissilage. In einem vorangegangen Feldversuch an drei Biogasanlagen (mit je 0,5 MW Nennleistung) in Mecklenburg-Vorpommern konnte gezeigt werden, dass durch die Beimischung von Pflanzenkohle zum Gärsubstrat eine Steigerung der Biogasproduktion um mehr als 5% erreicht werden kann.

Beim aktuellen Praxistest wird eine Pflanzenkohlemenge von 13,5 t über einen Zeitraum von 3 Monaten in der Biogasanlage eines regionalen Energieversorungsunternehmens eingesetzt. Bei der landwirtschaftlichen Nutzung des Gärrestes werden durch die Beigabe der Pflanzenkohle ca. 40 t CO2 langfristig im Boden gespeichert und damit der Atmosphäre entzogen.

Durch den Einsatz von Pflanzenkohle in Biogaslagen kann der Gärsubstrateinsatz reduziert werden und die Fließfähigkeit des Gärsubstrates erhöht werden. Zudem werden die Gärreste zu einem höherwertigen Gärdünger aufgewertet, da die Pflanzenkohle eine hohe Wasserspeicherfähigkeit aufweist und zur Minimierung von Stickstoffverlusten aus dem Gärsubstrat beiträgt.